Neu !!! Mein Buch zum Thema Gendern

Mein Fazit

Veröffentlicht am 17. 12. 2021, aktualisiert am 27. 4. 2022.

Das generische Maskulinum muss bleiben

Lesbarkeit

Es hat die Funktion eines Ober- oder Sammelbegriffs und ist damit ALLE integrierend, im Gegensatz zu Beid- oder Einzelnennungen. Aus historischen Gründen ist die männliche Form zur generischen Form geworden. Das kann man bedauern, aber eine generische Form muss es geben. Diejenigen, die stattdessen lieber die weibliche (generisches Femininum) oder die neutrale Form (generisches Neutrum) bevorzugen, würden entweder nur einen formalen Rollentausch vornehmen oder müssten die deutsche Sprache fast neu erfinden – welch ein Unterfangen!
Verbesserungen auf dem Feld der Gleichberechtigung würden dadurch nur vorgegaukelt, doch die Sprache nähme einen nicht wieder gutzumachenden Schaden.

 

Gendern spaltet die Gesellschaft

Es teilt die Menschheit ein in Befürworter und Ablehner des Genderns und noch wichtiger, in Frauen und Männer. Menschen werden nicht als Menschen angesprochen, sondern als Männer und Frauen. Alles wird unter dem Blickwinkel des biologischen Geschlechts betrachtet. Das Geschlecht ist das entscheidende Kriterium. Gendern ist damit sexistisch. Alle nicht-binären Geschlechtszugehörigkeiten werden sprachlich, und damit der Philosophie der Gender-Befürworter folgend, auch gedanklich ignoriert. Sie bleiben nach genau dieser Philosophie „unsichtbar“. Gendern ist daher auch ausgrenzend.

Genderer inszenieren sich als die moralisch besseren Menschen, und machen damit die Nicht-Genderer zu Ewiggestrigen, Frauen-Unterdrückern und potentiell Rechtsextremen. Gender-Umfragen und die Ergebnisse der letzten Bundestagswahl beweisen das Gegenteil.

 

Gendern ist nicht demokratisch legitimiert

Mehrere Umfragen aus jüngerer Zeit zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung das Gendern ablehnt. Das hält jedoch seine Befürworter nicht davon ab, es dennoch gegen den Willen dieser Mehrheit durchzusetzen. Dieser Dünkel, „es besser zu wissen“, zeigt sich sehr stark im öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR), der zwar einen gesetzlich verankerten Bildungsauftrag hat, aber keinen Erziehungsauftrag.

 

Gendern unterdrückt freies Denken

Die sogenannten „Leitfäden“, die sich die Universitäten aufgestellt haben, sind mitnichten nur Orientierungshilfen für Studenten und andere Mitarbeiter, vielmehr wird ihre Nicht-Befolgung in Abschlussarbeiten mit Punktabzügen sanktioniert. Wenn selbst an Universitäten, die doch Orte des freien und selbständigen Denkens sein wollen, Sprachzensur herrscht, dann ist es um das Land der Dichter und Denker schlecht bestellt.

 

Gendern ist eine Ersatzhandlung

Die Philosophie, auf die das Sprach-Gendern sich gründet, ist die These, dass sich durch Veränderung der Sprache auch die Wirklichkeit verändert. Die „Gender-Gap-Länder-Rangliste“ des Global Gender Gap Reports 2021 widerlegt diese Annahme. Durch beispielsweise den Ausdruck „Experten und Expertinnen“ wird sich der Frauen-Anteil unter den Experten nicht erhöhen. Dies ist nur eine Ersatzhandlung, Augenwischerei. Er wird sich dadurch erhöhen, dass mehr Frauen auf dem jeweiligen Feld erstens aus eigenem Antrieb diese Expertise erwerben wollen und zweitens die betreffenden Institutionen den Frauen die gleichen Aufstiegsmöglichkeiten bieten wie Männern. Dafür ist sicher noch die eine oder andere Gesetzesänderung notwendig.

 

Gendern schadet der Sprache

Die Verteufelung des generischen Maskulinums hat für die deutsche Sprache schwerwiegende Folgen:

– Ein Sammel- oder Oberbegriff für eine Gruppe von Menschen, unabhängig von der jeweiligen Geschlechtszugehörigkeit, wird aus dem Sprachschatz verdrängt, auf Kosten der Sprachökonomie.

– Der Kernaussage des Satzes wird eine irrelevante Geschlechteraussage hinzugefügt, die mit der Kernaussage um die Aufmerksamkeit des Adressaten konkurriert.

– Generisches Maskulinum und Beid- oder Einzelnennungen werden wahllos und ohne System miteinander kombiniert. Dadurch existieren unterschiedliche Definitionen von z.B. „Bürgern“ nebeneinander, die zwangsläufig zu Missverständnissen führen.

– Die praktische Untauglichkeit der „Gender-Sprache“ zeigt sich in ihrer inkonsequenten Anwendung. „Kreative“ Notlösungen sind erdacht worden, um konsequente Anwendung zu vermeiden. U.a. kommen Partizipialformen zum Einsatz, in fast allen Fällen in grammatikalisch falscher Form.

– Sonderzeichen sind weitere Notlösungen, die nicht nur unter dem Aspekt der digitalen Barrierefreiheit kritisch zu sehen sind, da sie „Screen readern“ Probleme bereiten.

– Literaturklassiker werden unter dem Druck des Gender-Zeitgeistes in eine gegenderte Form übertragen, auch die Bibel bleibt davon nicht verschont.

– Die deutsche Sprache verliert an Ausdruckskraft, Klarheit, Eleganz und Schönheit.

 

Wohin geht der Trend?

Lässt sich diese Entwicklung noch aufhalten oder gar umkehren? Das hängt davon ab, ob wir desinteressiert am Rand stehen und die Veränderungen nur achselzuckend zur Kenntnis nehmen, oder ob wir aufstehen und uns einmischen. Ob uns unsere Sprache am Herzen liegt, die nicht nur unsere ist, sondern auch die unserer Kinder und Enkel sein wird. Ob wir die Bedeutung dieses gesellschaftlichen Wandels richtig einschätzen, oder ob wir uns irgendwann erstaunt die Augen reiben. Ob wir alles nachplappern oder ob wir selbst denken. Ob wir uns dem Anpassungsdruck beugen oder ob wir Rückgrat zeigen.

 

In einem Satz:

Für den Gender-Rausch einer gesellschaftlichen Minderheit und deren Illusionen bezahlt die Mehrheit der Gesellschaft teuer mit gesellschaftlicher Spaltung und einer verunstalteten Sprache – und scheint es nicht zu merken.


Aber es gibt auch „positive“ Effekte:

Gendern schafft Arbeitsplätze! Jedes größere Institut oder Unternehmen, bald vielleicht jedes, jede Universität und jede Stadtverwaltung sowieso, haben ihre Genderbeauftragten. Gendern hat neue Geschäftsideen entstehen lassen, Gender-Start-Ups gendern für die, die sich damit schwertun, und alle haben viel zu tun, auch wenn sie nichts Produktives leisten. Aber was soll’s, die gefühlte Gleichberechtigung ist sowieso wichtiger als die echte, solange nur das Publikum zufrieden ist.

Die Unternehmensführer jedenfalls lachen sich ins Fäustchen: Billiger als mit ein paar Genderbeauftragten, die öffentlichkeitswirksam hier und da die nötigen Gendersternchen in wohlklingende Textzeilen einfügen, ist Gleichberechtigung nicht zu haben. Jedenfalls billiger, als mehr Frauen einzustellen und/oder diese besser zu bezahlen.

Daher:

DO NOT GENDER-Bild

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